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Bahnfahren mit Handicap - Ford Jungmann Autohaus

 

Bahnfahren bereitet vielen Menschen mit einer Behinderung immer noch Bauchschmerzen. Doch auch auf diese Weise mobil zu bleiben und sich nicht einschränken zu lassen, ist vielen Personen mit Handicap trotzdem wichtig. 

Um Ihnen die Unsicherheit zu nehmen und auf eventuelle Hürden aufmerksam zu machen, möchten wir Ihnen mit diesem Blogbeitrag nützliche Hilfestellungen für das Bahnfahren mit Handicap mit auf den Weg geben.

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1. Bahnfahren mit Handicap - was ist zu beachten?

 

   1.1. Ein- und Ausstiegshilfen

Zu unterscheiden sind zunächst der Fernverkehr und der Nahverkehr. Zum Fernverkehr zählen Züge, die national und international fahren. Zu erkennen sind diese an ihrer weißen Grundfarbe und dem roten Streifen. Im Nahverkehr, wozu die roten Züge mit dem weißen Streifen zählen, legen diese eine nicht so große Entfernung zurück. 

Die meisten Züge im Nahverkehr sind mit einer Einstiegshilfe ausgestattet, die vom Zugpersonal bedient werden kann. 90% der Fahrzeuge können mittlerweile ohne große Probleme von Personen mit Mobilitätseinschränkung genutzt werden. Tendenz steigend, denn nach und nach werden immer mehr alte Züge durch behindertengerechte Neubauten ersetzt. Im Fernverkehr jedoch verfügen viele Züge noch nicht über eine fahrzeuggebundene Einstiegs- bzw. Ausstiegshilfe. An dieser Stelle wird vom Bahnhofpersonal oftmals eine mobile Einstiegshilfe verwendet. Diese ist aber meist nur an großen Bahnhöfen, wie Düsseldorf, Berlin oder Frankfurt vorhanden. An kleineren regionalen Bahnhöfen fehlen solche Einstiegshilfen in vielen Fällen. Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie einen gewissen Bahnhof oder Zug, ganz gleich ob Nah- oder Fernverkehr, barrierefrei nutzen können, so können Sie zwischen 6 und 22 Uhr mit der Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn telefonisch oder per Mail in Kontakt treten. Jedoch ist die telefonische Alternative kostenpflichtig, mit 20 ct pro Anruf aus dem Festnetz und maximal 60 ct pro Anruf aus dem Mobilfunknetz. Die Mobilitätsservice-Zentrale unterstützt Sie bei jeder Frage bezüglich Ihrer Reiseplanung und fordert auch auf Ihren Wunsch die benötigte Hilfe an. Diese ist kostenlos, allerdings muss sie mindestens einen Tag vorher bestellt werden.

 

   1.2. Barrierefreie Toiletten

An den Bahnhöfen befinden sich oft Universaltoiletten. Um diese nutzen zu können, brauchen sie einen Euroschlüssel. Diesen Schlüssel können Sie sich auch an der DB-Information ausleihen. Barrierefreie Toiletten befinden sich meist ebenfalls in den Zügen, die eine fahrzeuggebundene Einstiegs- bzw. Ausstiegshilfe und Rollstuhlplätze aufweisen. Diese Toiletten sind aber meist nicht besonders hygienisch. Außerdem ist ein Zug, seinem Zweck entsprechend, in Bewegung. Aus diesen Gründen ist also Vorsicht geboten.

 

   1.3. Rollstuhlplätze in der Bahn

Die Rollstuhlplätze in den ICE und IC, also in Fernverkehrszügen, sind begrenzt. Die Anzahl ist abhängig von der Länge eines Zuges. Die Deutsche Bahn empfiehlt demnach Rollstuhlplätze zusammen mit der Fahrkarte zu buchen. Wer auf Nummer sichergehen möchte, reserviert zuerst den Rollstuhlplatz und gegebenenfalls den Platz der Begleitperson und bucht anschließend die Fahrkarte(n). Diese Variante ist aufgrund der knappen Rollstuhlplätze sicherer. Achten Sie dabei aber auch darauf, wo sich die Plätze für Begleitpersonen befinden. Wenn Ihr Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen B beinhaltet, so ist die Sitzplatzreservierung kostenlos für Sie. In Regionalbahnen existieren Mehrzweckabteile, die Platz für mehrere Rollstuhlfahrer bieten.

Um gewisse Informationen, auch die oben genannten, schneller zu vermitteln und dadurch das Bahnfahren der Menschen mit Handicap nochmals angenehmer zu gestalten, hat die Deutsche Bahn eine App entwickelt. Diese soll ab Herbst dieses Jahres verfügbar sein, jedoch handelt es sich dabei noch um einen anfänglichen Entwurf. Die App informiert mobilitätsbeschränkte Bahnfahrer und -Fahrerinnen unter anderem über defekte Aufzüge oder weist auf Störungen hin. Außerdem sendet sie Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung, die Anzeigetafeln nicht lesen oder Lautsprecherdurchsagen nicht verstehen können, diese per Sprach- oder Textnachricht zu. Darüber hinaus können Menschen mit Handicap mit dem sogenannten „DB Service-Assistent“ Zugpersonal um Hilfe bitten, sodass es schnellst- und bestmöglich reagieren kann. 

 2. Vergünstigungen mit Handicap

 

   2.1. Mitnahme von Personen und Hilfsmitteln

Wer einen Schwerbehindertenausweis und dazu eine gültige Wertmarke besitzt, die man beim zuständigen Versorgungsamt erhält, reist mit den Zügen im Nahverkehr kostenfrei. Dies gilt in ganz Deutschland. Die Mitnahme eines Rollstuhls ist auch ohne weiteres kostenlos, jedoch darf dieser nicht länger als 120 cm und nicht breiter als 70 cm sein, damit er in den Hublift und durch die Türen und Gänge im Zug passt. Um eine Begleitperson und/oder einen Assistenzhund unentgeltlich mitnehmen zu dürfen, muss auf dem Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen B und den Satz „Die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson ist nachgewiesen“ auf der Vorderseite ersichtlich sein.
Bei Fahrten im Fernverkehr jedoch wird eine übliche Fahrkarte von dem Besitzer des Schwerbehindertenausweises verlangt. Ist das Merkzeichen B vorhanden, so reist die Begleitperson aber weiterhin unentgeltlich.

 

   2.2. BahnCard Vergünstigungen

Bei der Anschaffung einer BahnCard kann ordentlich gespart werden. Für die BahnCard 25 und die BahnCard 50 bietet die Deutsche Bahn für Personen mit einem Behinderungsgrad von mindestens 70 deutliche Vergünstigungen. Wer gelegentlich mit der Bahn fährt, könnte über den Erwerb einer BahnCard 25 nachdenken. Diese kostet für die 2. Klasse 41€ statt 62€ und für die 1. Klasse 81€ statt 125€ pro Jahr. Für Personen, die die Bahn aber des Öfteren nutzen, würde sich eine BahnCard 50 lohnen. Diese erhalten Sie zum ermäßigten Preis von 127€ (2. Klasse) oder 252€ (1. Klasse). Ebenfalls mit einer Geltungsdauer von einem Jahr.

3. Checkliste für eine entspannte Bahnfahrt

  1. gewünschte Strecke auswählen und genug Zeit bei Umstiegen miteinkalkulieren
    Es ist mit Sicherheit angenehmer ganz entspannt zum nächsten Gleis zu gelangen, als außer Atem und mit schlechter Laune in den Anschlusszug einzusteigen.

  2. Mobilitätsservice-Zentrale kontaktieren und Hilfeleistungen spätestens einen Tag vor der Reise bis 20 Uhr anmelden (bei Fahrten ins Ausland 48 Stunden vorher)
    Auf diese Weise können Sie sicher gehen, dass Ihre Anfrage umgesetzt wird. Außerdem kann die Mobilitätsservice-Zentrale bei Problemen Hilfe leisten.

  3. Denken Sie an Ihre Papiere!
    Fahrkarte, Schwerbehindertenausweis, Wertmarke: haben Sie alles Nötige eingepackt? Vergessen Sie wichtige Unterlagen nicht und ersparen Sie sich diesen Ärger.

  4. Pünktlich am Bahnhof sein
    Schützen Sie sich vor überflüssigem Stress. Denn wer genervt und entkräftet am Bahnhof ankommt, besitzt keine gute Basis für eine ruhige Bahnfahrt. 

4. Fazit

Bahnfahren mit Handicap erfordert vorab ausführliche Planung denn es muss einiges beachtet werden. Sei es die Größe des Rollstuhls, das Merkzeichen B oder die Verfügbarkeit von Einstiegshilfen. Die Deutsche Bahn ist auf einem guten Weg, Menschen mit Behinderung das Reisen immer weiter zu erleichtern und ihre Züge sowie Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten. So kommt sie Menschen mit Handicap mit ermäßigten Preisen, der Mobilitätsservice-Zentrale oder auch der neuen App, sehr entgegen.

Lassen Sie sich vom Bahnfahren nicht einschüchtern und nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel wie jeder andere auch. Für die nötige Unterstützung können Sie sich mit der Mobilitätsservice-Zentrale unter der Telefonnummer 0180 6 512 512 in Verbindung setzen.

Handicapauto

In Ihrer Familie ist ein Familienmitglied auf einen Rollstuhl angewiesen und Sie sind zusätzlich Besitzer eines Hundes? Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug sind und der Ford Toruneo Courier nicht Ihren Vorstellungen entspricht beraten wir Sie gerne über andere in Frage kommende Fahrzeuge. Wir von Handicapauto möchten Ihnen dabei helfen, den Wunsch nach uneingeschränkter Mobilität Wirklichkeit werden zu lassen. Sie erreichen uns jederzeit über unser Kontaktformular oder telefonisch montags bis freitags von 8:30 bis 18:00 Uhr unter Tel.: (02 02) 9 62 22 - 2. Fragen Sie bei telefonischer Kontaktaufnahme nach Herrn Klaus Behle, Handicapauto Ansprechpartner.

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