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Unfall in der Freizeit - plötzlich behindert – finanzielle Hilfe?

Über 67.000 Menschen erlitten im vergangen Jahr schwere Verletzungen durch einen Verkehrsunfall. Viele davon können nach einem Crash ihren Beruf nicht mehr ausüben – und zwar auf Dauer. Weil sie vielleicht durch eine Rückenmarksverletzung querschnittsgelähmt sind oder beim Unfall Gliedmaßen verloren haben. Wer hilft Ihnen dann, vor allem finanziell?

Von einer Sekunde auf die andere kann sich das Leben bei einem Unfall ändern. Welche Hilfe Sie dann erwarten können, wenn das Unglück während der Arbeitszeit eintritt, erfahren Sie in unserem E-Book “ Umschulungen nach einem Unfall – Chancen, Finanzen und Ansprüche in Ihrem zweiten Leben”, welches Sie sich hier kostenlos herunterladen können.

Wie es aber aussieht, wenn man in der Freizeit schwer verunfallt, so dass man seinen eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben kann und mit einer Behinderung klarkommen muss, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Zunächst einmal kurz etwas Rechtliches.

Definition von Behinderung: Was versteht man darunter?

Der Begriff sorgt immer wieder für Diskussionen: Ab wann spricht man von einer Behinderung? Ist das überhaupt scharf gegenüber nicht behinderten Menschen abzugrenzen? Und sollte man es in Zeiten von Anti-Diskriminierungsgesetz und geförderter Inklusion dann auch tun?

Von offizieller Seite, nämlich im Sozialgesetzbuch (9. Buch) klingt das so:

§ 2 Absatz 1 SGB IX

„Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.“

§ 2 Absatz 2 SGB IX

„Menschen sind (...) schwerbehindert, wenn bei ihnen ein Grad der Behinderung von wenigstens 50 vorliegt und sie ihren Wohnsitz, ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder ihre Beschäftigung auf einem Arbeitsplatz im Sinne des § 73 rechtmäßig im Geltungsbereich dieses Gesetzbuches haben.“

Wir möchten uns aber der Auffassung der UN-Behindertenrechtskonvention anschließen, die im Übrigen auch von Deutschland ratifiziert wurde und das so ausdrückt:

Artikel 1 und Präambel der UN-BRK

„Zu den Menschen mit Behinderungen zählen Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.“

Damit rückt die Konvention die gesellschaftlichen Hindernisse für Menschen mit Handicap in den Fokus. Definition von Unfall: Was versteht man darunter?

Für Versicherungen liegt ein Unfall nur vor, “wenn ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig einen Gesundheitsschaden hervorruft.” Außerdem ist ein Unfall anerkannt, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Armen und Beinen sowie Wirbelsäule ein Gelenk verrenkt wird; Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden.

Stolpert man also über seine eigenen Füße und verletzt sich schwer, ist das kein Unfall im versicherungsrechtlichen Sinn, weil keine Kraft von außen einwirkt. Auch ein längeres Ereignis, was zu einem Unfall führt (zum Beispiel Dauerbelastung beim Sport), ist damit nicht abgesichert. Ebenso wenig fallen Krankheiten darunter, beispielsweise Einschränkungen nach einem Schlaganfall.

Können Sie dann Ihren aktuellen Beruf nicht mehr ausüben, wird es oft finanziell eng. Was sollten Sie dann tun?

Wer zahlt bei einem Unfall für Sie?

Wenn Sie mindestens 5 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, dann springt dies für Sie ein. Davon müssen die letzte 3 Jahre allerdings durchgängig Beiträge eingegangen sein. Für die Rentenversicherung spielt es auch keine Rolle, ob Sie den Unfall in der Freizeit oder während der Arbeit erlitten haben.

Es wird geprüft, ob Sie in ihrem ursprünglichen Job noch einige Stunden (mindestens 3 pro Tag) arbeiten können. Falls nicht, finanziert Ihnen die Versicherung auch eine Umschulung. Voraussetzungen und Ablauf werden ebenfalls in unserem E-Book “Umschulungen nach einem Unfall – Chancen, Finanzen und Ansprüche in Ihrem zweiten Leben” ausführlich erklärt. Hier können Sie es gratis herunterladen. Wie und wo Sie einen Antrag auf die Leistungen stellen können und was Ihnen konkret zusteht, erfahren Sie bei den Servicestellen für Rehabilitation, die von der Rentenversic#herung betrieben werden.

Tritt der Unfall im Rahmen der Berufsausübung und nicht in der Freizeit ein, können auch andere Träger wie die Berufsgenossenschaft oder die Arbeitsagentur für Sie Ansprechpartner sein.

Ist es notwendig, das Sie mit einer Behinderung Ihr Auto umrüsten lassen müssen, um zur Arbeit und zurück zu kommen, können Sie die Kfz-Hilfe in Anspruch nehmen.

Mehr Geld durch private Absicherung

Dass die finanzielle Unterstützung der Rentenversicherung nicht das bisherige Gehalt ersetzt, dürfte klar sein. Je nach Einzahlungsdauer der Beiträge fällt es nicht sehr üppig aus. Deshalb ist eine zusätzliche private Vorsorge in Form einer Berufsunfähigkeitsversicherung schon zum Start in das Arbeitsleben zu empfehlen. Von Versicherungsexperten wird sie gar als zweitwichtigste Absicherung gleich nach der Privathaftpflicht genannt.

Die Versicherung macht ebenfalls keinen Unterschied, ob Sie durch einen Unfall innerhalb oder außerhalb des Arbeitsplatzes eine schwere Verletzung oder ein Handicap erworben haben.

Aber: Berufsunfähig bedeutet dabei nicht erwerbsunfähig – vielleicht können Sie nicht mehr als Handwerker arbeiten, aber doch noch gut mit einer Umschulung im Büro Ihren Lebensunterhalt bestreiten. Deshalb ist es möglich, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung nach einer erfolgreichen Umschulung ihre Zahlungen einstellt. Dies muss aber nicht der Fall sein. Fragen Sie deshalb unbedingt bei Ihrem Versicherungsvertreter nach, ob der Vertrag in Ihrem Sinne gestaltet ist.

Fazit

Bei einem Unfall in der Freizeit, der zu einer Behinderung führt und Sie in der Berufsausübung einschränkt, greift die gesetzliche Rentenversicherung. Voraussetzung: Sie haben mindestens 5 Jahre dort Beiträge gezahlt.

Zusätzlich sollte jeder Arbeitnehmer über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung verfügen, die ihn im Ernstfall finanziell unterstützt. Ereignet sich der Unfall im Rahmen der Ausübung Ihres Jobs, können noch weitere Träger von Reha-Maßnahmen wie die Berufsgenossenschaft oder die Arbeitsagentur zuständig sein.

Handicapauto

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