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Die Top 10: barrierefreie Ausflugsziele in NRW (Teil 1)

Raus gehen, aktiv sein, Kultur erleben. Dieser Wunsch steckt in allen Menschen. Manchmal werden Leute mit Handicap aber in ihrem Entdeckerdrang ausgebremst, denn noch längst sind nicht alle interessanten Ausflugsziele barriererfrei gestaltet. Doch welche Sehenswürdigkeiten in NRW können auch von Menschen mit Behinderungen problemlos erkundet werden? Handicapauto hat sich die beliebtesten 10 Freizeitmöglichkeiten in NRW angeschaut und für Sie getestet: Welche sind behindertengerecht?

Im ersten Teil geht es in diesem Beitrag um die Top 5 der barrierefreien Ausflugsziele. Basierend auf dem Ranking der Touristikplattform tripadvisor haben wir nachgeschaut: Gibt es besondere Freizeitangebote für Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte und andere Personen, die ihren Alltag mit einem Handicap managen müssen? Welche Unternehmungen, können Sie auch gut mit einem behindertengerecht umgebauten Auto erreichen?  

In den meisten Fällen haben die beliebten Sehenswürdigkeiten mindestens eine Sache gemeinsam: Toiletten für Menschen mit Behinderung am Ausflugsziel selbst bzw. in unmittelbarer Nähe. Aber wussten Sie auch, dass das Haus der Geschichte in Bonn Handschuhe für Sehbehinderte verteilt, damit diese die Objekte im Museum ertasten können? Oder dass sich Fußballfans, die den Signal Iduna Park in Dortmund (das Heimstadion des BVB) mit dem Rollstuhl besuchen, auf verschiedene Angebote direkt am Sitzplatz freuen dürfen?

Lernen Sie insgesamt 5 der besten Freizeitaktivitäten in NRW kennen, bei denen auch an Menschen mit Behinderungen gedacht wurde.

1. Kölner Dom: Mit dem Therapiehund die berühmte Kathedrale entdecken

Mehr als 11.400 Internet-User der genannten Webseite sind sich einig: Das Wahrzeichen der Domstadt ist definitiv einen Besuch wert! Alleine der Fakt, dass dort die Gebeine der Heiligen Drei Könige liegen, lockt viele Touristen und Kulturfans in den Kölner Dom. Aber eignet sich die Wallfahrtsstätte auch für Ausflüge mit behinderten Menschen? Auf Nachfrage teilte uns das DOMFORUM mit: Ja, aber nur bedingt. So können Rollstuhlfahrer zwar über eine Rampe in den Innenraum der Kirche gelangen, aber nicht in den Domturm – dieser ist nur über Treppen erreichbar.

Trotzdem lohnt sich auf jeden Fall auch für behinderte Menschen ein Besuch im Kölner Dom: Neben der Domschatzkammer, dem Südquerhausfenster und den beiden Kirchenorgeln im Inneren des Gotteshauses lassen sich beispielsweise auch die vielen Steinmetzarbeiten an der Dom-Fassade problemlos im Rolli erkunden.

Eine weitere gute Nachricht: Therapie- und Assistenzhunde sind laut Auskunft des DOMFORUMS in der Kirche erlaubt. Informationen zu Parkmöglichkeiten für Behinderte mit Parkausweis direkt am Dom erteilt die Stadt Köln.

2. Aachener Dom: Für Rollstuhlfahrer unbedingt ein Tagesausflug wert

Die Krönungskirche der deutschen Könige in Aachen hat mit ihrer Grabstätte von Karl dem Großen und einer interessanten Architektur mindestens genauso viel Anziehungskraft wie das berühmte Kölner Wahrzeichen. Das Beste am Aachener Dom: Rollstuhlfahrer erreichen die Sehenswürdigkeit ohne Blockaden.

So haben diese am Haupteingang die Möglichkeit, mobile Rampen aufstellen zu lassen. Bei Elektro-Rollstühlen mit einem Gesamtgewicht über 250 kg empfiehlt wato.de – ein Portal für barrierefreies Reisen – , die Kirche über den ebenerdigen Nebeneingang “Krämertüre” zu befahren. Hier sowie auch am Haupteingang finden Sie je eine Klingel mit Gegensprechanlage, über die Sie Unterstützung erfragen können.

Kleiner Tipp: Schauen Sie sich auf jeden Fall auch das Dom-Museum, die “Schatzkammer”, an: Es ist ebenfalls behindertengerecht ausgebaut und Assistenzhunde dürfen mit heineingenommen werden. Informationen zu Parkmöglichkeiten für Behinderte direkt am Dom erfahren Sie von der Aachener Parkhaus GmbH; weitere nützliche Hinweise für Menschen, die mit einem Handicap die Kathedrale besuchen möchten, gibt es hier.

Möchten Sie wissen, welche Optionen Ihnen für einen behindertengerechten Umbau Ihres Fahrzeugs zur Verfügung stehen, informiert Sie unser großes, kostenloses eBook in der Übersicht.

3. Signal Iduna Park Dortmund: Fußballparadies auch für behinderte BVB-Fans

Für die einen ist er “der Tempel”, andere bezeichnen ihn als das “schönste Stadion der Republik”. Fest steht: Der Signal Iduna Park in Dortmund ist Deutschlands größtes Fußballstadion und die drittbeliebteste Sehenswürdigkeit in NRW laut tripadvisor. Nach den umfangreichen Umbaumaßnahmen der letzten Jahre hat sich die beliebte Spielstätte von Borussia Dortmund zu einer der größten und komfortabelsten Arenen in Europa entwickelt, in der 81.359 Fans Platz finden. Übrigens haben wir zum Vergleich mal die Stadien aller aktuellen Bundesliga-Vereine auf Barriefefreiheit gecheckt, um zu sehen, wer was für Menschen mit Handicap leistet.

In Dortmund profitieren vor allem Rollstuhlfahrer, deren Ausflug zum Signal Iduna Park man u.a. mit dem folgenden, besonderen Service so angenehm wie möglich gestalten möchte:

  • ein Behindertenfanbeauftragter fungiert als Ansprechpartner für Fragen rund um die Barrierefreiheit im Stadion
  • spezielle Sitzplätze für Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte inklusive ihrer Begleitperson sind eingerichtet
  • Für Rollstuhlfahrer: Verkauf von Snacks und Getränken direkt am Platz sowie bei Bedarf Unterstützung durch “Volunteers” während eines Spiels
  • Stadionführungen speziell für Rollstuhlfahrer
  • etwa 150 Behindertenparkplätze

Weitere Informationen zum Signal Iduna Park und den anderen deutschen Fußballstadien (von der 1. bis zur 3. Liga) inklusive 360°-Ansicht, Preise, Ticketbestellung und Anfahrt finden Sie in dem ausführlichen Bundesliga-Reiseführer “Barrierefrei ins Stadion”.

4. Haus der Geschichte Bonn: Besondere Empfehlung für Sehbehinderte

Sie interessieren sich für Deutsche Geschichte von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart? Dann sind Sie im Haus der Geschichte in Bonn genau richtig! Das viertbeliebteste Ausflugsziel in NRW beschreibt sich auf seiner Webseite selbst als “besucherfreundlich und erlebnisorientiert” – doch gilt das auch für behinderte Menschen? Wir sagen: Ja!

Das hat Museum seine Barrierefreiheit in unterschiedliche Themenbereiche aufgeteilt und detaillierte Besucherinformationen auf seiner Internetpräsenz zusammengestellt. Abgesehen von der weitestgehend barrierefreien Beschaffenheit der Räume im Haus der Geschichte gibt es Wissenswertes zur Anfahrt und Ankunft, wenn man mit dem eigenen Auto vorfährt sowie zu speziellen Angeboten für Besuchergruppen.

Die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap hat das Museum im Blick, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Parkmöglichkeiten direkt vor dem Haupteingang auf zwei Straßen-Parkplätzen oder in der Tiefgarage, in welche Sie Einlass über den Pförtner erhalten und dann persönlich abgeholt sowie später wieder zurückbegleitet werden
  • Assistenzhunde und Medikamentenbeutel dürfen in die Ausstellungen mitgenommen werden
  • Rollstühle, Handschuhe zum Ertasten von Objekten und andere Hilfsmittel können am Informationsschalter abgeholt werden
  • Speziell für Menschen mit Gehbehinderungen sind in den Ausstellungsbereichen vereinzelt Hocker aufgestellt worden
  • In den Garten können Rollstuhlfahrer über einen gesonderten Weg gelangen

5. Zeche Zollverein Essen: Barrierefrei das Welterbe erkunden

“Die Zeche Zollverein, als Landmarke der Metropole Ruhr, ist ein unbedingtes Muss für jeden Besucher des Ruhrgebietes,” schreibt die Ruhr-Tourismus GmbH über das bekannteste Industriedenkmal, UNESCO-Welterbe und jetzige Kreativ-Zentrum der Region. Und da scheint was dran zu sein: Laut unseren Recherchen steht die Zeche auf Rang 5 der beliebtesten Freizeitmöglichkeiten in NRW. Neben Angeboten zur Geschichte, Kultur und Kreativität des industriellen Ruhrgebiets umfasst sie auch einen Service für Menschen mit Behinderung.

Dabei ist das Außengelände des ehemaligen Steinkohlebergwerks ganze 100 Hektar groß, die im Kernbereich mit einem Rollstuhl sehr gut bezwungen werden können. Das gilt ebenso für die 3,5 Kilometer lange und asphaltierte Ringpromenade, über welche man die Zeche und die Kokerei Zollverein erreicht. Für Rastmöglichkeiten sind auf dem ganzen Gelände zahlreiche Sitzgelegenheiten vorhanden.

Eine Begleitperson für Rollstuhlfahrer kann an der ein oder anderen Stelle des Geländes dennoch nützlich sein, um gegebenenfalls vereinzelte Bahnschwellen und leichte Steigungen besser zu überwinden. Am besten umfahren Sie diese Bereiche aber einfach mit einer kostenlosen Wanderkarte, die es im RUHR.VISITORCENTER Essen gibt, welches Sie über die Nordseite des Gebäudes mittels eines Aufzugs erreichen.

Diese Leistungen dürfen Sie unter anderen noch im Zeche Zollverein erwarten:

  • Vollständig barrierefreie Ausstellungs- und Veranstaltungsräume im Ruhr-Museum
  • Ausstellungsmodelle mit Blindenschrift und Tastsymbolen
  • Behindertenparkplätze direkt vor Ort auf den Parkplätzen A1 und A2
  • Weitere Informationen zur Barrierefreiheit einzelner Veranstaltungsorte auf dem Welterbe Zollverein sind hier zusammengefasst (weit nach unten scrollen)

Fazit

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in NRW stellen sich zunehmend intensiver auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ein. Vor allem Rollstuhlfahrer haben heutzutage immer öfter die Möglichkeit, weitestgehend barrierefrei an ihr Ausflugsziel zu gelangen – auch mit dem eigenen, umgerüsteten Auto. Zumindest in unseren Top 5 sind durchweg Behindertenparkplätze vorhanden, mit Ausnahme des Hauses der Geschichte in Bonn, wobei Sie das Service-Personal auf Anfrage begleitet.

Und das ist das Wichtigste: Fragen Sie Mitarbeiter, wenn Sie Unterstützung benötigen! Ja, Teilhabe für alle sollte selbstverständlich sein, aber noch hapert es auch bei einigen bekannten Sehenswürdigkeiten, wie auch Teil 2 unseres Tests zum Thema Ausflugsziele in NRW zeigen wird. Doch nur über Aufmerksamkeit können zukünftig mehr barrierefreie Lösungen für im öffentlichen Raum entstehen.  

Kennen Sie weitere beliebte Ausflugsziele, die auch für Menschen mit Behinderungen gut zugänglich sind? Wir möchten unsere Liste gerne erweitern und freuen uns über Ihre aktive Mithilfe. Nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion für Ihre Tipps!

Handicapauto

Wenn die richtigen Ausflugsziele gegeben sind kommt es nur noch auf Ihre Mobilität an. Als Autohaus und professioneller Umrüster behindertengerechter Fahrzeuge passen wir Neuwagen genau auf Ihre Bedürfnisse an und gewährleisten Ihnen somit höchste Sicherheit durch unsere technischen Umrüstarbeiten. Sie erreichen uns jederzeit über unser Kontaktformular oder telefonisch Montags bis Freitags von 8:30 bis 18:30 Uhr unter Tel.: (02 02) 9 62 22 - 2, erkundigen Sie nach Handicapauto Ansprechpartner Herr Klaus Behle.

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